Reisetag drei zu Don Camillo

Reisetag drei zu Don Camillo

Reisetag drei zu Don Camillo

Das Motorrad ist gepackt und somit mein Seesack als Sitzbank nicht mehr nutzbar, die Böschung aber noch zu feucht, um zum Verweilen einzuladen. Ich starte zunächst Richtung Autobahn, es sind noch viele Meters zu machen und warm wird es bestimmt auch wieder werden. Woher nehme ich die Gewissheit? In hiesigen Gegenden war das bislang eher selten der Fall. Diese Frage stellt sich allerdings erst bei der Niederschrift Wochen nach dem Ereignis.

Ich habe vor Jahren ein Buch mit dem Titel „praktische Intuition“ gelesen mit einer Anleitung in die Zukunft zu sehen. (Laura Day, PI – Praktische Intuition, Ausgabe Oktober 2000. Preisangabe auf dem Buch DM 16,50, ab 1.1.2002 € 8,50) Grob zusammengefaßt ist die Intuition das Ergebnis alles Erlebten und Gedachten, welches vom Gehirn als unbedeutende Randnotiz zur Kenntnis genommen hat und ins Archiv verbrachte. Bei irgendwelchen müßigen Gelegenheiten wurde es als Hintergrundprozeß verarbeitet und abgelegt. Man weiß ja nie, wofür es noch einmal gut sein könnte.

Real ist natürlich der Sinneseindruck, daß nach dem Gewitter es sich eben nicht deutlich abgekühlt hat, also ist es logisch, das die thermische Reaktion von Restwärme des Bodens auf neue Höchstwerte mittels kräftiger unbehinderter Sonneneinstrahlung schnell gehen müßte. Mit dem Motorrad Autobahn zu fahren ist auch nicht gerade etwas Feines und so mache ich Frühstückspause nach relativ kurzer Zeit im Freien auf einem Rastplatz. Es gibt Reste von gestern Abend, also Brötchen mit Fleischsalat und Mineralwasser. Die Weiterfahrt artet dann in eine Quälerei aus, denn die Autobahnbackröhre zwingt immer wieder zu einer Pause auf einem Rastplatz, die fast immer ohne wesentlichen Schatten Halteplätze anbieten. Ich möchte kein LKW-Fahrer sein, der seine Lenkzeitunterbrechung da verbringen muß. Ich glaube die meisten LKWs in Deutschland haben keine Klimaanlage, jedenfalls höre ich nie einen Kompressor, wenn es nicht ein Fahrzeug ist, deren Ladung gekühlt wird.

Wer will schon in eine Backröhre?

Gegen drei Uhr bin ich auf einem relativ neu angelegten Rastplatz. Das Neu ist an den wenigen mikrigen Bäumchen und riesiger Asphaltfläche zu erkennen. Das Toilettenhäuschen hat natürlich kein Papier obwohl der Parkplatz wenig frequentiert ist. Mangels irgendwelchem kühleren schattigen Platz setze ich mich neben einer Parkbucht an einen frisch gepflanzten Baum, der ein bisschen Schatten wirft. Wie ein Stoffbärchen lehne sitzend ich am Stamm. Das ist unbequem, die Motorradjacke auch, weil die schön warm hält, die wird erst einmal abgelegt. Dann kann sie auch gleich als Kopfstütze dienen, denn liegend geht es mir besser. Erholend ist das nicht, aber besser als an den Metalltischen und den Gitterrostbänken in der prallen Sonne auf den Sonnenstich zu warten. Irgendwelche große Aktionen auf dem Parkplatz finden auch nicht statt, hier will kaum einer rauffahren. Ich habe Zeit und mangels konkreten Ziel innerhalb der nächsten Stunde ist abwarten eine gute Möglichkeit. Doch ich werde getrieben. Über der Autobahn in meiner Fahrtrichtung bilden sich Wolken. Keine Schönwettercumulus, sondern sich langsam verwirbelnde der dunkleren Art. Da zieht ein Gewitter auf, es scheint sich auch zu mir zu bewegen. Das kann ich hier nicht aussitzen, ausliegen. Außer dem kleinen Toilettenhaus kein Dach oder Regenschutz in Sichtweite.

Was sich aus einem Sommergewitter entwickelt, weiß man ohne modernen Wetterguru auch nie. Ich kenne noch die Ereignisse, bei denen aus dem Gewitter ein Landregen epischen Ausmaßes wurde, ist auch nicht gerade das, was ich  mir jetzt wünsche. Beim Aufbruch sorgfältigst darauf geachtet, nichts zufällig aus den Taschen gerutschtes unter dem Bäumchen liegen zu lassen. Was da alles liegt? Erst einmal Abfall zu den Mülltonnen bringen, dann Handy, Schlüssel und Navi einsammeln. Alles mit dem schweren Sack der Geschichte auf dem Rücken vom Boden aufheben.

Erfahrung macht klug. In Bayern machte ich auch vor einiger Zeit eine Pause auf einer Wiese, die unterhalb eines Parkplatzes an einer Landstraße lag. Beim Aufbruch bin ich den Anstieg hinauf und habe einen Kontrollblick auf meinen Lagerplatz geworfen. Das sah ordentlich aus. Nur Abends stellte ich die Abwesenheit meines Handys fest. Da war schon das Voralpenwetter ordentlich am Gange und da fuhr ich nicht los, um in Dunkelheit und mittlerem Landregen das Teil zu suchen. Es könnte ohnehin schon ertrunken sein. Am nächsten Morgen, bei trockenem Wetter und noch feuchten Straßen, machte ich mich auf den Weg. Fand den Rastplatz und die Wiese wieder. Als ich dann herunter auf die Grünfläche ging, leuchtete die grüne Handyhülle im Gras. Oben vom Rastplatz war es wie ein Rehkitz nicht zu sehen. Nach dem Verstauen des Handys ohne Hülle war die Trocknung abzuwarten, weil zu neugieriges Einschalten einen Schaden erst verursachen könnte.

Es passierte schneller als erwartet. Noch vor der nächsten Abfahrt begann der Starkregen. Größere Tropfen knallten auf das Visier, vor allem auf den Kniebereich der Lederhose. Die kann zwar etwas ab, wenn aber naß, dann bleibt das länger so. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit bis zur nächsten Abfahrt, die meine war. Genau auf der anderen Seite der kreuzenden Anschlußstraße war ein Parkplatz, den ich zunächst anvisierte. Dort stelle ich auf den ersten freien Parkplatz das Motorrad ab, der der zweite in der Reihe war, schon der Probleme ahnend, die sich aus der leichten Abschüssigkeit des Bodens ergeben könnten. Die zweite Reihe war an der Einfahrt zugeparkt. Zwischen den Fahrzeugen zu wenig Platz mich durch zu mogeln. Nichts ist mit geradeaus wieder vom Parkplatz fahren. Dann zu der Autobahnbrücke geeilt. Erst einmal heraus aus dem Regen. Dort stand schon ein junger Mann. Meine Ansprache, daß es immer weniger Möglichkeiten gibt, sich unter zu stellen, erwiderte er nicht. Das erklärte sich wenige Minuten später, als er von seinem schon organisierten Shuttleservice abgeholt wurde. Die Unterführung erwies sich als besser geplant, denn etwas weiter wurde der Randstreifen breit genug für mein Motorrad.

Ich holte trotz Regen, der zugebenermaßen sich normalisierte, sich für längere Zeit einrichtete, das Motorrad vom Parkplatz. Ja, es war nicht einfach mit den Fußballen das Gefährt rückwärts in Bewegung zu setzen, da es ein gewisses Gewicht hat, beladen rund 280 Kilogramm, und das auf ihm sitzend, denn ein Zweirad will im Gleichgewicht gehalten werden. Das ging nur stückchenweise, also einen Meter zurück, wieder vor mit eingeschlagenem Vorderrad, zurück in Gegenrichtung, gerade so ein bißchen an das Ende des Kleintransporters. Noch einmal nach vorne mit dem Lenkereinschlag, hat noch nicht gereicht, um an dem Nebenfahrzeug vorbei zu kommen. Beim nächsten Anlauf war genügend Platz, zirka zehn Zentimeter, um auf den Fahrweg des Parkplatzes zu kommen. Den Motor gestartet und die verkürzte Ehrenrunde über den Parkplatz gedreht. Verkürzt, weil er nicht voll belegt war und nach ein paar Fahrzeugen die Abkürzung über zwei gegenüberliegenden Stellplätzen genommen wurde. Unter der Brücke stand das Motorrad auch trocken. Es bekam eine Behandlung mit dem Mikrofasertuch, zumindest die Frontscheibe, die Instrumente und vor allem die Sitzbank. Bei der Gelegenheit konnte man noch über den Tank und die Seitenkoffer gehen.

Da der Regen beziehungsweise die Wolken keinerlei Anzeichen für ein Ende zu machen, bin ich näher zu dem Ortschild gegangen. Wollte schließlich dokumentieren, wo ich gestrandet bin.

Zurück zu meinem Shelter suchte ich ein Plätzchen zum Hinsetzen und abwarten. An der Wand lag jedoch vertrocknetes Grünzeug, jetzt natürlich nicht mehr grün sondern schmutziggrau, welches der Wind dort abgelegt hatte. Das wischte ich mit den bestiefelten Füßen etwas nach rechts und links. Ein Luxusstuhl ohne Beine, aber mit Rückenlehne, der im Trockenen steht. Alles bestens, für den Augenblick.

Aus der Ansiedlung kommen zwei Frauen stadtauswärts in meine Richtung. Ungewöhnlich, weil Fußgängerverkehr war bislang fast keiner. Fast; da war der junge Mann, der hier abgeholt wurde. Das war aber vor einer guten halben Stunde. Weiß der Geier, woher die kamen, ein Fahrzeug war jedenfalls nicht in Sichtweite und vorher war mir auch kein vorbeifahrendes Fahrzeug aufgefallen. Es fuhren einige auf dieser Straße, nicht so viele, daß man von Rushhour sprechen könnte. Wie soll ich den dortigen Normalzustand bewerten. Es ging dort schließlich auf die Autobahn und der Parkplatz schien eigens für Pendlerfahrgemeinschaften angelegt worden zu sein. Die Frauen fragen mich, ob es mir gut geht. Es geht mir gut, ich will nur den Regen abwarten. Ich bedanke mich artig ob der Fürsorge und frage mich wie der Eindruck entstehen kann, ich wäre angeschlagen.

Es könnte der auf den Boden gestellte Helm gewesen sein. Das ist die neueste Sau, die durch das Facebook-Dorf getrieben wird. Es soll signalisieren, das der Biker Hilfe benötigt. Zu Klacks-Zeiten, Redakteur bei der Zeitschrift „Das Motorrad“, war das ein am Lenker befestigter gelber Schal. (Klacks hat laut Wikipedia nur Historisches weitergetragen) Einen gelben Schal hatte ich im Winter, grobmaschig und fast zwei Meter lang, das war damals Mode und wenig brauchbar. Erstens pfiff durch die Maschen der Wind und zweitens ist die Wickelei um den Hals nicht sehr praktisch. Mir ist das zuviel Signalisieren, man erkennt Problemsituationen beim Vorbeifahren. Da schadet es nicht einmal anzuhalten und nachzufragen. Meistens sind es Probleme, die man nicht einfach lösen kann, manchmal sind es auch ganz triviale Verluste von Schrauben, die eine Weiterfahrt verhindern. Das sind Erfolgserlebnisse, denn ADAC und andere Raubritter schleppen gerne ab, obwohl ein simpler Bowdenzugnippel das Problem beseitigt hätte. Es gibt aber auch andere bei den Ritters, die tatsächlich auch Motorräder kennen.

Die Zeit vergeht und der Regen scheint nachzulassen. Ich beschließe weiter zu fahren, nur in muß in die andere Richtung. Ein Queren der beiden Fahrbahnen empfahl sich wegen des regen Verkehrs und der Eingrenzung des Grünstreifens nicht, ich fahre zu der nächsten Kreuzung im Ort und drehe dort.

Alles dokumentiert, was sollte ich dort sonst machen. Darüber war der Regen erbost und so stand ich dann auf der anderen Straßenseite unter der Brücke. Zum Zwischenziel waren es rund vierzig Kilometer. Da habe ich wenig Geduld, zumal wenn bei der Unterbrechung kein Ende abzusehen ist. Genug des Wartens, ich hole meine neue Regenkombi aus der Packtasche. An so ein leuchtend grün-gelbes Teil muß ich mich erst noch gewöhnen. Und sofort erkenne ich dessen Mangel. Man muß, um das Teil anzuziehen, die Stiefel ausziehen. Die Einkäufer bei Polo sind studierte Betriebswirte, nur vom Motorradfahren wissen die nur, daß es gehen soll. Das erklärt auch warum sie kurz vor dem Konkurs standen. So wird die Rettungsaktion des Konkursverwalters nichts. Damit das auch klar ist, ich hatte vor Jahren eine Regenkombi, die zwar nicht leuchtend rot, dafür praktikabel war. Leider hat sich die Gummierung im Laufe der Zeit abgelöst und verkrümelt. Dazwischen eine Einwegregenkombi von Louis, die ein noch größerer Scheißdreck war, die löste sich während des ersten Einsatzes auf, als hätte Hulk versucht sich das Teil anzuziehen. Es flatterte der Rückenteil in Streifen im Fahrtwind, was man als nach vorne blickender Mensch nicht mitbekommt.

Der nächste Spaß war das Einsteigen in den einteiligen Anzug, der war nämlich innen weiß beschichtet. Es schien als ob die Beschichtung bei Berührung sich dunkel verfärbte. Die Streifen sehen erst einmal nicht gut aus und wie lange hält so etwas dicht? Auf Grund der Louis-Erfahrung war das Überstreifen des Oberteils schon nervig, weil die Beschichtung gummiartig an der Goretextähnlichen Oberfläche der Jacke reibte und nicht flutschte. Wie bekommt man das ohne Schäden über die Schultern? Mit Geduld und Spucke! Hier allerdings mit mehr Geduld, Spucke hilft nicht und wer hat so viel Spucke?

Die Fahrt ging weiter, es waren nur vierzig Kilometer zum Zwischenziel Merzig. Wie das so üblich ist, war ich innerhalb kürzester Zeit außerhalb des örtlichen Regengebietes. Als leuchtender Pinsel fuhr ich in das Örtchen ein, wo das Zielobjekt an einem Radweg nach Merchingen sein sollte. Merchingen fand ich. Nur einen Fahrradweg und schon gar nicht die Skulptur war zu finden. Also wieder alles auf Anfang. In Merzig hielt ich auf einem leeren Parkplatz an und entledigte mich des auffälligen Überanzugs. Mit diffizilen Stiefeloperationen: Stiefel ausziehen, Regenkombi herunter ziehen, Stiefel wieder anziehen. Wer da denkt, wo ist das Problem, kennt heutige Motorradstiefel nicht. Das sind Panzerrüstungen, wie man die von Robocop kennt, paßgenau, wenn man mit dem Fuß drin ist, vorher ist der Durchgang auf einem Bein stehend für das störrische Körperteil zu suchen. Sinnvollerweise setzt man sich dafür irgendwo hin. Wie macht man das auf einer nassen Fläche?

Noch einmal die Operation, auf dem Weg von Merzig nach Merchingen kann man sich nicht verfahren. In habe ich die Ehrenrunde zur Kirche gemacht. Klein und gemütlich, da ist nichts erkennbar, ob ich richtig bin. Am Ortsausgang ist eine Tafel, „Merchingen, ein lebendiges Dorf“, die ich inspiziere. Leider ist die Karte darin schon schwer lesbar.

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Auf der ist jedenfalls die Welle oder ein Radweg nicht erkennbar. Ich beschließe diese Ortsbeschreibung als Fake bei Facebook zu bewerten und die Operation aufzugeben. Ich fahre den Weg nach Irgendwo entspannt weiter. Die Strecke ist auch ganz angenehm, kurvig und hügelig. Ja und im Nachhinein auch wohl temperiert, was erst jetzt zu schätzen ist. Ich weiß zwar nicht wo es hinführt, es geht jetzt um ein Plätzchen für die Nacht.

Und es kommt in einer Kurve rechts ein Parkplatz für zwei PKW, dahinter eine gemähte Wiese, wie für mich gemacht. Die inspiziere ich, direkt hinter einer Baumsperre ist es nicht so gut, weil jedes Fahrzeug auf der Straße in der Kurve den Platz beleuchten kann. Der Hügel abwärts ist zu steil und weiter unten sind gestapelte Ställe für Kaninchen oder anderes Getier zu erkennen. Das ist auch nicht so gut. Ich mache mit dem Motorrad eine Erkundungstour auf die Wiese. Ich brauche eine ebene Fläche zum Schlafen und weiter auf der Wiese ist diese von der Straße sichtgeschützt, wenn da noch der Boden etwas waagerechter ist, dann ist es das.

Hinter einem Gebüsch geht es etwas aufwärts, also auch ein nicht brauchbarer Platz, dafür habe ich nicht genügend Drehzahl und halte an, jedoch die Vorderradbremse greift, greift sich Reste der Mahd und das Vorderrad fährt Schlitten. Die Konstruktion eines Motorradvorderades hat einen bestimmten Winkel, der physikalisch einen besseren Geradeauslauf gewährleisten soll. Das macht er ganz bestimmt, aber Rückwärts? Da es auch links vom Motorrad ein Gefälle gab, konnte ich mich nicht abstützen und der Ritter G, wie Gravitation, holte mich vom (Eisen-)Roß. Ich konnte gerade noch denken: „so ist das, wenn der Helm dem edlen Ritter (nämlich mir) das Genick bricht.“ Den Stich der Lanze simulierte der Einschlag des Helmes auf den Schulterknochen.

Das Hervorkriechen unter dem Pferd war nicht ganz so einfach und dauerte seine Zeit, weil die Lanzensplitter der rechten Körperhälfte empfahlen möglichst keine Bewegung zu machen. Tot war ich noch nicht, gelähmt war noch nicht genau auszumachen. Lag unter dem Pferd, an einer ungünstigen Stelle auf einer frisch gemähten Wiese. Bis hier jemand zufällig vorbeikommt, kann einige Zeit vergehen.

Ich kroch langsam hervor, erhob mich und wollte das Problem des liegenden Pferdes lösen. Zunächst die Packtaschen und die Gepäckrolle vom Motorrad entfernt. Das half nicht viel, ich konnte es erwartungsgemäß nicht anheben. Immer wieder bin ich von dem Effekt verblüfft. Normalerweise spannen sich die Muskeln an, wenn sie etwas leisten sollen. Bei mir ist das seit einiger Zeit nur bedingt der Fall. Wenn die Leistungsanforderung zu schwer erscheint, passiert nichts, gar nichts, als ob die elektrische Energieversorgung abgeschaltet ist. Pferd bleibt erst einmal liegen, es verliert ein paar Tropfen Bremsflüssigkeit, die auf den Auspuff tropfen. Das Bluten des Motorrades hört auch gleich wieder auf, wahrscheinlich hält der Unterdruck im Bremssystem das Blut fest.

Was nun? Es ist wie es ist. Ich baue das Zelt mit möglichst wenig Körperbewegung der linken Körperseite auf dem Boden sitzend auf und vertage die Probleme auf morgen oder später. Es wurde eine geruhsame Nacht.