Allgemein

27. Mai – 5. Juni

Der Erstschlag vom 10 Mai wird beantwortet und die Mobilmachung angeordnet. Wegen dem Angriff auf mein Mobiltelefon, der zur Folge den Ausfall desselbigen bedeutete, wurde in der Zwischenzeit Schanzarbeiten in Form von Wiederherstellung und Firewalloptionen des Androidsystems geleistet. Nun wurden die Kundschafter in Form von Strafanzeige, Datenschutzbeauftragten, Bundesnetzagentur und einen Pressseverlag losgeschickt. Die Polizei hat die konkreten Täter zu ermitteln, denn ob die Telefonnummer auf dem Sperrbildschirm stimmt, kann ich nur vermuten. Den Inhaber der Nummer kenne ich, der ist ohne Hilfe nicht in der Lage einen solchen Angriff zu leisten. Der oder die Helfer sitzen bei Google. Da fängt der Spaß an. Eine email an Kontakt wurde nicht beantwortet. Bei denen muß man mit stärkeren Kanonen auffahren, ein Mensch alleine zählt nicht. Wenn jedoch die EU-Beamten realisieren, die könnten die halbe Bankenwelt in Europa lahmlegen indem sie das bestätigende Authentifizierungsverfahren für Bankaufträge über Smartphone blocken, könnte es anders aussehen. (Oh ja, der Schockwellenreiter von John Brunner hat eine solche Funktion ohne Kenntnis von einem Smartphone genutzt.)

Das Packet mit der neuen Zündbox für’s Radl ist eingetroffen.

28. Mai

Heute ist der QR-Code für die Aktivierung der Secure-App im Briefkasten gewesen. Nun kann ich wieder auf mein Bankkonto zugreifen und mich darüber ärgern, wenn die Zahlungseingänge ausbleiben.

Die Bundesnetzagentur fragt mit einem Standardschreiben auf der zehn Punkte abgefragt werden nach. Ich liebe solche Nachfragen, mein Schreiben, in dem alles dargelegt wurde, haben die nicht gelesen.

1. Wurde beim Surfen im Internet ein PopUp-Fenster mit einer Viren-/Trojanerwarnung/Sperrhinweis/Fehlermeldung oder einem Supporthinweis angezeigt?
2. Bitte geben Sie die im PopUP-Fenster angezeigte Rufnummer an.
3. Wurde die im PopUp-Fenster angezeigte Rufnummer auch angesagt, oder war ein Warnton zu hören?
4. Haben sie diese Rufnummer zurückgerufen?
5. Wenn sie zurückgerufen haben, wer hat sich gemeldet? Google, Andoid-Support, Support-Dienstleister.
6. Wurden beim Rückruf weitere Rufnummern angegeben?
7. Erfolgte ein Kostenhinweis für die Beseitigung des Problems?
8. Haben sie die Kosten für die Beseitigung des Problems bezahlt? (ggf. bitte eine Kopie der Rechnung beifügen)

9. Haben sie eine Anzeige bei der Polizei erstattet? Wenn Ja, bitte das Aktenzeichen angeben.
10. Wann wurde das PopUp-Fenster angezeigt? (Tatzeitpunkt, Datum)

Dementsprechend gibt es alle Antworten passend zu dem Fragenkatalog. Also
1. Nein,
2. wie im Anschreiben,
3. Weiß ich nicht mehr
4. nein
5. entfällt
und so fort. Jetzt kann ein hochbezahlter Mitarbeiter hinter jedem Punkt einen Haken machen. Alle Angaben vorhanden.

29. Mai

Heute einen Ausflug nach Siemenstadt gemacht um die Örtlichkeit des ehemaligen Kaufhauses Stein in Augenschein zu nehmen. Da ich vor Jahren im Wernerwerk als Handwerker beschäftigt war und ich keinerlei Erinnerung an ein Vorkriegskaufhaus dort hatte, war das anzusehen. Man kann dort nichts mehr sehen. Dieser Teil ist schon neu bebaut worden bevor ich nach Berlin kam. Lediglich die Hausnummern geben ein Indiz auf frühere Zeiten, der ganze Häuserblock zwischen den beiden Straßen ist Nummer 82. Stellt sich die Frage ob das alles das Kaufhaus war oder vielleicht doch ein bißchen kleiner und mit Grünflächen nicht so eng bebaut war. Das wird sich kaum zur Illustration des Besuches von Ruthi in Haifa eignen.

Und schon wieder bin ich unter Zeitdruck, ich habe den Text über den Besuch des Ma Hod angekündigt und es liegt noch nichts vor. Bilder gibt es keine, weder eigene noch Pressearbeit der Einrichtung. Die Fundstelle für Volunteers ist irgendwo bei Facebook zu suchen.
Ich bin gespannt, was das ergibt. Vielleicht sollte ich großzügig den Termin verschieben? Das kann ich ja morgen noch machen.

30. Mai

In den Smartphone Einstellungen einen Unterpunkt Geräteadministratoren gefunden unter dem ein Eintrag „mein Gerät finden“ aktiviert und deaktiviert werden kann. Habe ich jetzt deaktiviert. Es ist unglaublich, welche Funktionen standardmäßig ohne den Nutzer jemals darüber informiert und gefragt zu haben in diesen Geräten versteckt und genutzt werden.

Sicherheit ergibt sich nur mit Ausschalten des Smartphones, alles andere ist wie eine Fußfessel.

Es beschäftigt mich, wie und wann wurde mein Telefon blockiert? Es handelt sich um eine Funktion, die im Betriebssystem tief verankert sein sollte. Aber kann man das sicher sagen? Auf dem Display wird etwas angezeigt, von wo es geladen wird, ist nicht ersichtlich. Eine Verbindung über WLAN zum Internet bestand zu dem Zeitpunkt nicht. Es könnte jedoch Tage oder Monate vorher geladen und aktiviert worden sein. Es muß jedoch als Dienst gestartet worden sein und das ist bei einem Unix-System, was Android ist, mit einem Rechtesystem gesichert.

Das Problem ist zur Zeit nicht einfach zu lösen und daher muß das zweite Authentifizierungsverfahren für Bankfunktionen mindestens durch ein weiteres Verfahren substituiert werden. Für andere wichtige Apps sind die Speichereinstellungen auf eine lokale SIM-Karte zu fixieren. Das ist wiederum nicht so einfach zu bewerkstelligen, weil von den Anbietern nicht so vorgesehen.
Das Ergebnis heißt einfach: ein Smartphone ist unsicher und nur ergänzend nutzbar.

Ich bin am Schreiben und nebenbei am Suchen im Facebook Messenger unter der Gruppe Israel Dezember, wo so einiges an Aufarbeitung und Information sein müßten. Zunächst versucht den gesamten Chat herunter zu laden, was nicht gelungen ist.
19:10 Jetzt mache ich mir erst einmal einen Kaffee.
19:50 Anstatt weiter zu schreiben, hole ich mir den gesamten Chatverlauf in Einzelaktionen. Mühselig
21:20 geschafft, aber ein gesuchter Link nicht dabei, muß in einem anderen Chatverlauf sein
Veröffentlichung steht auf 23:30 – wie weit werde ich kommen,
jetzt zu einem Bier, denn gegessen habe ich jetzt

31. Mai

Drei Uhr fünfzig, ich habe den Tag „Maon Hod“ fertig und draußen beginnt die Dämmerung. Einen nächsten Termin für den Bericht des nächsten Tages gebe ich nicht vor. Da ist noch etwas Recherche notwendig.

Jetzt noch das Bier austrinken und schnell ins Bett. Morgen will Ilias kommen und dann vielleicht vor dem Aufstehen.

Um sieben Uhr bin ich das erste mal auf, das ist zu früh. Dann wird’s aber wieder eng, kurz nach zehn Uhr, um elf hat sich die arbeitende Bevölkerung angekündigt. Schnell Kaffee aufgesetzt und ’ne Scheibe Brot belegt. Per Facebook meldet Ilias den Aufbruch. Was er mit einem akademischen Viertel einhält.

Um zwei brechen Liana und Ilias wieder auf und ich zur Mittagsruhe.

Abends stelle ich fest: schon wieder zwei Tage den Ertrag der Solarpanele nicht notiert. Da es sich ohnehin nicht um fette Leistung handelt, wird der Wert gemittelt.

1 Juni

Das Kaufhaus Stein macht Probleme bei der Recherche, obwohl letztes Jahr drei Stolpersteine verlegt wurden, gibt es kein Foto vom Haus. Dafür ein Buch aus neuerer Forschung an der Humboldt Universität, kostet 24 Euro, aber ob ich darin fündig im Sinne meiner Intention werde, weiß keiner. Die Bibliotheken haben noch geschlossen.

Mittags war ich bei Michael zum Spargelessen. Er hat das Haus von C ein bißchen für den Umzug vorbereitet, in der Form alles auf zwei Haufen beziehungsweise zwei Räume geschoben. Da schätze ich doch zwei Transporterfuhren, denn einen 7,5 Tonner durch die Republik zu kutschen ist weniger cool. Am liebsten hätte C den sofortigen Aufbrauch. Wir werden sehen. Der Garten hat einen Baum verloren und die Hecke ist ebenso wie der Sandkasten für die Kinder auf einen Haufen zu entsorgenden Materials an anderer Stelle geschrumpft. Anschließend sind wir einmal um die Stadt gefahren zur Allee der Kosmonauten. Wegen der Aussicht aus dem siebzehnten Stock.

3. Juni

I kam vorbei mit einer Mahnung vom JobCenter und will mir erzählen, was die gemacht haben. Das will ich nicht wissen. Die Inkasso-Abteilung in Recklinghausen will die gesamte „abgetretene“ Summe auf einmal haben und da die nicht am Termin eingegangen ist, schlägt sie fünf Euro Mahngebühren drauf. Das JobCenter hat eine Ratenzahlung angeboten, der entsprechende Antrag wurde im April gestellt und erste Zahlungen sind erfolgt, eine Antwort vom JobCenter kam nicht. I ist nicht erfreut, daß er nicht erzählen darf, das kann er den Leuten im JobCenter, doch die sind zur Zeit für niemanden zu sprechen. Bei mir gibt es nur einen Brief an das JobCenter: die sollen mit ihrem Inkasso-Dienst kommunizieren, fertig.

4. Juni

Man darf nach Italien wieder einreisen, doch die Gefahr ist nicht weg. Da können einige aus den heutigen Erkenntnissen des statistischen Infizierungs- und Sterbeverlauf groß tönen „alles Panikmache“, wenn man der einzige Tote ist, würde ich das für mich nicht gut finden.

Ich würde mich ja gerne auf’s Radl setzen und nach Brescello schaukeln, dagegen steht das Gebot ständig auf Abstand achten zu müssen und die Übernachtungsfrage, die regional unterschiedlich ist und unvorhersehbare Probleme bereiten kann und wahrscheinlich auch wird.

Heute nachmittag sagt der Wetterbericht Regen an und so bekommt das Radl sein Häubchen. Die Tourenausrüstung, Scheibe, Packtaschen und hintere Sturzbügel ruhen noch auf meinen Schränken.

Ich werde dann den Miele-Heinzelmann zum Basteln nehmen, demnächst.

5. Juni

Nach dem Desaster mit dem Android-System habe ich gesehen, was Google von meinen Aufenthalten protokolliert. Nur den konkreten Ort der Übernachtung am Toten Meer konnte mir das System nicht sagen. Da war kein Internetzugang, also Google blind. Verschollen im Bermuda-Dreieck. Da S jedoch eine lokale Sim-Karte hatte und danach routete, müßte deren Tracking den Ort lokalisieren können. Eine mail später hatte ich die Koordinaten.

Was war da noch in der Nähe? Die „Lowest Bar in the World“. Und ich habe verpaßt dort ein Bier zu mir zu nehmen. Da mir auch Schwimmen im Toten Meer in den Erfahrungen fehlt, noch ein Grund mehr einen weiteren Besuch zu planen. Allerdings habe ich noch kein Foto von Schwimmern im Toten Meer gesehen, alle blieben in Ufernähe.

Da habe ich im Dezember fast neben der Lowest Bar in the World geschlafen, minus 420 Meter unter dem Meeresspiegel..